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Einführung in systemischen Therapien und Familienstellen - Grundkurs

In systemischen Ansätzen werden die einzelnen Personen, Dinge oder Aspekte als Teil eines größeren Zusammenhangs begriffen, in dem die jeweils einzelnen Teile immer noch miteinander in Bezug stehen bzw. miteinander verknüpft sind.

Zentrales Interesse der systemischen Ansätze gilt der Frage, wie die Beziehungen und Dynamiken zwischen den einzelnen Teilen ein (relativ stabiles) System entstehen lassen und umgekehrt ein System die Verhältnisse zwischen den einzelnen Teilen bestimmt oder einschränkt. Mit der systemischen Perspektive werden unter anderem Feedback-Schleifen, Rückkoppelungen und zirkuläre Prozesse, insgesamt also kommunikative Strukturen analysiert. Dabei geraten auch Themen wie (Selbst-)Organisation, Evolution und Ökologie von Systemen in den Blick.

Im Modul Systemsiche Therapie werden behandelt: 
  • Systemisches Denken und systemische Therapien
  • Technik des zirkulären Fragens
  • Umgang mit paradoxer Intervention
  • Kommunikationstypen
  • Formen von Kollusionen
  • Familiäre Muster des Emfpindens, Handelns und Denkens
  • Aufstellung als wissendes Feld: das Feld weiß mehr als der Einzelne
  • Ursprung- und Gegenwartsfamilie: Existenz verlangt das Integrieren verschiedener Lebensmuster
  • Schicksalsverbindungen: in der Tiefe und meist wenig bewusst wirken Schicksale über Generationen hinweg

Systemische Psychotherapie

Die systemischen Therapieansätze nehmen Bezug auf die Diskussionen des modernen systemischen Denkens. Der Biologe, Kybernetiker und Philosoph G. Bateson hat Systemtheorien mit den psychologischen Überlegungen Freuds und verhaltenstherapeutischen Lernmodellen zusammengeführt; sein Assistent J. Grindler sowie sein Student R. Bandler entwickelten aus seinen Überlegungen das Neurolinguistische Programmieren (NLP). Aber auch andere Therapierichtungen (P. Watzlawick, Palo-Alto-Gruppe) waren u.a. durch ihn stark beeinflusst. 

Ein System besteht aus aufeinadner bezogenen Teilen ebenso wie der Eigensinn der Teile - dabei ist ein System mehr als nur die Summe der Teile, sondern hat ein eigenes Gewicht. Systemischen Therapieansätze würdigen die komplexen Strukturen unserer Lebensvollzüge, so etwa die Bedeutung von Rückkopplungen, die großen Wirkungen von kleinen Veränderungen innerhalb eines Systems, die ständigen Veränderungen von Beziehungen, das Zusammenkommen von unterschiedlichen Perspektiven u.a.. 

Bekannt ist das systemische Aufstellen als Teil der systemischen Psychotherapie. Früh hatte schon Virginia Satir grundlegend das Prinzip der Aufstellung entworfen, um aus humanistischer Perspektive die Situation des Kindes im Familienverband zu beleuchten und seine Versorgung mit Ressourcen zu fördern. Jacob L. Moreno hat später darauf zurückgegriffen und die Methode der Aufstellung genutzt, um innerseelische Vorgänge darzustellen und psychodramatisch zu verändern. Beide Formen der Aufstellung werden bis heute eigenständig genutzt und angewandt.

Systemische Therapiepraxis
In der systemischen Therapie werden die Beziehungsmuster, die  Rollen zueinander und die unterschiedlichen Perspektiven angeschaut. Dabei werden auch die Funktionen gewürdigt, die jeweils für den Bestand des Systems übernommen werden. Im Vordergunrd stehen die Ressourcen, die innerhalb der Bezüge und Beziehungen oftmals gehemmt oder blockiert werden. Eine psychische Störung wird dabei auch als ein Symptom innerhalb des ganzen System, d.h. etwas einer Familie, eines Paares, aber auch innerhalb von beruflichen Verhältnissen verstanden.

  • Grundlagen der Systemtheorie und des systemischen Denkens
  • Analyse von Ressouren, Funktionen und Blockaden/Symptomen innerhalb eines System
  • Therapeutischer Umgang mit Paar- und Familiendynamiken
  • Auffinden und Auflösen transgenerationaler Fixierungen
  • Systemisches Stellen
  • Prozesse zur Veränderung von Mustern innerhalb eines Systems